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DRSL-Rennberichte

Bericht

Name des Laufes:Run For Help
mehr zum Lauf: VID471
Datum des Laufes:4.6.2004 (Fri)
Ort:Lüneburg
Plz:D2
Homepage:www.mtv-treubund.de
Strecken:9.35 Km
Beschaffenheit:20% Feldweg, 20% Kopfstein, Rest Asphalt
Profil:Flach
Wetter:Trocken, 15°C
Teilnehmer:1011
Name des Berichtenden:(nur für eingeloggte Nutzer sichtbar)
(Autor-LID zuordnen: Login und [Edit])

Bericht vom 6.6.2004 (Sun)
Am 4.6. fand ich Lüneburg zum 4. Mal der Run For Help statt.
Statt eines Startgeldes
wurde eine Spende für MS-Kranke erbeten - doch schön, dass man
sich um Mircosoft Office Geschädigte kümmert (ernsthaft: MS ist eine
Krankheit die leider eine viel zu geringe Sichtbarkeit hat) Die Strecke hat
9.35 Kilometer. Wahrscheinlich hat die Zahl irgendeine besondere
Bedeutung für Stadt oder ausrichtenden Verein - sonst wäre man
mit einer Extraschleife sicher auch 10KM gekommen...

VWKGJ: Ich fahre jedes Wochenende von Dortmund nach Lüneburg.
Normalerweise brauche ich je nach Stau rund 2,5 bis 3 Stunden.
Der WK sollte um 20:00 los gehen, Ich fuhr 13:00 Uhr los - und brauchte
weit über 4 Stunden. Grummel, gerade heute muss es richtig voll sein.
Also ging es quasi vom Auto sofort in Richtung Start. Ich war müde,
ich hatte Hunger und ein Glas Wasser wäre auch klasse.
Das ging also schon mal gut los...

Umfeld:
Lüneburg ist eine nette kleine Stadt südlich von Hamburg.
Die Mischung aus Uni, BW-Standort und Touristenstadt macht die
Leute um einiges gesprächiger als den "gemeine Nordie" sonst.
Veranstalter war größten Sportverein der Stadt, der MTV Treubund.
Letztes Mal machten 700 Läufer mit. Dieses Jahr wurden 800
erwartet: Es wurden über 1000! Wetter gut, Stimmung gut.
Also ab zur Startlinie.

Der Start:
Für mein Gefühl stand ich etwas zu weit vorne, so Ende der 1. Hälfte.
Da das hier mein ersten (fast) 10er war, hatte ich keine Ahnung,
wie schnell ich wohl sein würde.
Während alle noch die Eröffnungsreden ignorierten kam mehr oder
minder unerwartet plötzlich der Startschuss...

Das Rennen:
Der Lauf startet im Station des MTV und geht dann nach 200m Richtung
Kurpark.
Hier überhole ich erstmal reichlich Leute. Eigentlich wollte
ich langsam anfangen, aber egal ("Mache einen Plan,
sei ein großes Licht ..."). Ich hatte vorher gesehen, dass die
Wege im Kurpark sehr schmal sind, also besser erstmal raus aus
dem Menge. Am Ende des Kurparks kommt man am Seminaris vorbei
(Tagungshotel, Sonderpreise am Wochenende inkl. freiem Entritt
in das nebenan liegende Salü - einem netten Erlebnisbad). Von hier
aus anschließend Richtung Innenstadt. Lüneburg hat dank seines
Salzhandels richtig Kohle gemacht. Das sieht man z.B.,
wenn man "Am Sande" entlangläuft. Er gilt als einer der schönsten
Plätze Deutschlands. Viele gut erhaltene alte Häuser säumen die Straße.
Leider geht es über Kopfsteinplaster bergab, nicht schön, aber machbar.
Ich verzweifel an dieser Stelle leicht. Es gibt offenbar keinerlei
Streckenmarkierungen. Wo war ich? Wie schnell war ich? Hile! Ich
tippte einfach mal auf 3 Kilomenter.
Vor mir läuft jetzt jemand in Tiegerkostüm und BW-Stiefeln. Respekt! Nach
ein
paar Minuten wird er jedoch merklich langsamer und ich ziehe vorbei.
Jetzt ging es an diversen Kneipen vorbei (Lüneburg hat die
höchste Kneipendichte Deutschlands - und streitet sich mit
Ulm die das auch von sich behaupten ...) zum Liebensgrund (kleiner
Park am Rande der City, hier stehen Reste der alten Stadtmauer).
Hier gibt es eine fiese Steigung: Man sieht erst nur 30 Meter.
Also schnell hochsprinten....
... Dann kommt eine Rechtskurve und es geht die rechtlichen 150 Meter hoch.
Mir fällt spontan das bekannte Lauflied von Herbert Grönemeyer ein:
"Ich fühl mich leer und verbraucht
Alles tut weh
Hab' Flugzeuge in meinem Bauch
Würd` gern was Essen
Trinken und mich vollfressen
Aber das geht jetzt nicht
(Refrain)
Was ist mit meinem Herz blos los
So schnell schlägt das sonst doch nich'
Was ist mit meinem Herz blos los
Nicht das ich noch zusammenbrech
Je näher, je näher das Ziel kommt
Um so schwerer, um so schwerer wirds für mich"
Hechelnd oben angekommen werde ich von einem Shorty (10-12 Jahre)
überspurtet. Kein Respekt vor dem Alter mehr diese Jugend.
Halbzeit: Jetzt kommt man am Rathaus vorbei (schönes altes Gebäude,
unbedingt
von innen ansehen - die sich dort befindliche Rathausschänke hat
allerdings nicht den besten Ruf).
Hier gibt es einen Wasserstand, den ignoriere ich aber.
Weiter gehts in Richtung Schröderstraße (hier reihen sich Kneipe
an Kneipe. Sehr zu empfehlen ist der Kuchen im Cafe Central). Das
Feld ist jetzt ein wenig entzerrt. Ich beschleunige vorsichtig
und überhole ein paar Läufer.
Der Rückweg geht wieder Am Salü durch den Kurpark. Ich werde
nervös. Ich fühle mich noch reichlich fit. Sollte ich viel zu
langsam unterwegs sein? Wie lange ist der Weg noch? Mist, schon
sind wir aus dem Park raus und im Station. Ich starte meinen
Endspurt und sprinte ins Ziel.

Die Zeit:
Grummel, ich hätte schneller sein können.
Mangelde Erfahrung, Unsicherheit und fehlende Streckenmarkierung haben
mich bestimmt 1-2 Minuten gekosten. Aber auf der anderen Seite
bin ich mit 9.35 KM in 46:50 (=5:00 Min/KM) als Laufanfänger mit gerade
mal 3 Monaten Laufpraxis schon recht zufrieden.

Fazit:
Schöner Lauf. Super Organisation, nette Leute, nette Strecke.
Es gab sogar eine Live-Band im Start/Zielbereich. Ich bin auf
jeden Fall nächstes Mal wieder dabei.

Die Frage:
Ich möchte in 6 Wochen meinen zweiten HM in Hamburg laufen.
Auf welche Zeit soll ich trainieren? Laut Temporechner würde ich
1:50 brauchen. Aber ich gehe davon aus, dass ich noch schneller
werde - ich bin ja noch ziemlich am Anfang. Was ist realistisch
(und sinnvoll)? 1:50? 1:45? Was sagen die Experten?


gruß
Sven

Diskussion:(drslv-Message-ID zuordnen: Login und [Edit])

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