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DRSL-Rennberichte

Bericht

Name des Laufes:Baden-Marathon
mehr zum Lauf: VID684
Datum des Laufes:19.9.2004 (Sun)
Ort:Karlsruhe
Plz:D7
Homepage:http://www.badenmarathon.de/de/index.php
Strecken:MA,HM
Beschaffenheit:Asphalt
Profil:flach mit einigen steilen Brücken/Unterführungen
Wetter:13-16°C, bedeckt, trocken
Teilnehmer:ca. 2000 MA, 5000 HM
Name des Berichtenden:(nur für eingeloggte Nutzer sichtbar)
(Autor-LID zuordnen: Login und [Edit])

Bericht vom 25.9.2004 (Sat)
Zwei Jahre nach dem gescheiterten Angriff auf die 3-Stunden-Marke in München sollte es wieder so weit sein: Nach einem bislang sehr erfolgreich verlaufenen Jahr (mehrere Verbesserungen der 10-km-PB seit September 03, 5-km-PB im Oktober, 3000-m-PB im Juni, mehrere gute Lauf-Platzierungen bei Triathlon-Wettkämpfen im Sommer) hatte ich endlich wieder genug Motivation beisammen, um mich der ungeliebten Langstrecke und dem noch ungeliebteren Langstreckentraining zu stellen.

Womit gleich nahtlos der Übergang zum VWKGJ geschafft wäre: Gleich beim ersten langen Trainingslauf (32 km) bekam ich massive Probleme mit der rechten Hüfte, die mich mal stärker, mal weniger stark (allerdings nie mehr so stark wie beim ersten Mal) während der ganzen Vorbereitungszeit begleiteten. Trotz (oder wegen?) der für meine Verhältnisse sehr hohen Trainingsumfänge von bis zu 94 km pro Woche waren gerade auf den langen Einheiten erst einmal kaum Fortschritte zu spüren, erst drei Wochen vor dem Wettkampftermin wurde es etwas besser. Ein völlig verkorkster 25-km-Vorbereitungswettkampf Anfang August in Bellheim trug auch nicht wirklich zur Stimmungsaufhellung bei... Na ja, und pünktlich eine Woche vor dem Marathon kamen dann auch noch ganz leichte Erkältungssymptome (Kratzen im Hals) dazu, die bis zum Wettkampf auch nicht mehr richtig weggingen.

Alles in allem also eine rundum gelungene Vorbereitung für das große Ziel - aber mit meinen Referenzzeiten (10 km-PB 35:13) sollten die 3h doch irgendwie zu packen sein... Marschroute: Auf 2:55h angehen und darauf hoffen, nicht zu stark einzubrechen.

Erst einmal ging es auch gut los: Nach dem Start im A-Block (schon ein lustiges Gefühl, sich bei so einem großen Feld so weit vorne anstellen zu dürfen) konnte ich praktisch sofort die angestrebten km-Zeiten von knapp unter 4:10 laufen. Das erste Streckendrittel lief leicht und locker mit km-Zeiten von 4:05-4:10. Doch wie schon vor zwei Jahren in München meldeten sich die Oberschenkel schon nach 14-15 km erstmals sachte zu Wort. An der HM-Marke machte das Laufen wegen der schmerzenden Oberschenkel schon keinen großen Spaß mehr, auch wenn die km-Zeiten noch relativ konstant bei 4:10 lagen.

Nachdem die HM-Läufer ins Ziel abgebogen waren, begann der einsame Teil der Strecke. Zwei, drei Läufer liefen konstant ca. 30-50 m vor mir am Albufer entlang. Etwa bei km 26 waren am Rheinhafenbad zwei richtig fiese Brücken zu überqueren. "Bergauf" konnte ich zwar zwei der vor mir Laufenden einholen, aber das tat schon richtig weh, und bergab hatte ich kaum noch Kontrolle über meine Beine, sodass der eine mich gleich wieder abhängte. Bei km 27 gab es als Quittung die erste km-Zeit über 4:20.

Der Rest der Strecke war dann eine fast exakte Wiederholung von München 2002: Bis km 30 wurden zuerst die Schmerzen in den Oberschenkeln immer stärker, Ab km 30 war es dann endgültig nicht mehr möglich, das Tempo auch nur halbwegs zu halten, und fortan kam ein Läufer nach dem anderen an mir vorbeigezogen. Bei km 32 hatte ich fast sekundengenau dieselbe Durchgangszeit wie in München (2:14h) und konnte mir wieder ausrechnen: um unter 3h zu bleiben, muss bis ins Ziel ein 4:30er Schnitt her, der letzte km war schon über 4:30, Tendenz stark steigend - das war's dann wohl...

Kurzabriss des weiteren Rennverlaufs: km 36: die Gruppe um den 3-h-Zugläufer zieht im Tiefflug vorbei - km 37: erster km über 5 min, wobei es mir kreislaufmäßig noch recht gut geht, aber die Oberschenkel jeden Schritt zur Hölle machen - km 38/39/40/41: deutlich über 5 min/km - km 42: "Endspurt" mit 4:42/km, wobei der Zweikampf um Platz 70 knapp verloren geht. Zielzeit 3:04:55 - noch deutlicher an der "magischen" Marke vorbei als damals in München (3:02:36). Im Zielbereich hätte ich mir dann sehnlichst mehr Sitzgelegenheiten gewünscht, denn die Oberschenkel ließen kaum noch ein vernünftiges Stehen zu. Immerhin kam 3 Minuten nach mir mein Vereinskamerad Hans ins Ziel und zwei andere Vereinskameraden waren als Zuschauer dabei, sodass wir uns noch ein wenig unterhalten konnten, bis es zu kühl wurde und die (für Lauf-Verhältnisse relativ warme) Dusche rief.

Fazit: Vermutlich war das mein letzter Versuch, die 3-Stunden-Marke zu knacken. Auf den kürzeren Strecken komme ich einfach viel besser zurecht, und vor allem ist das Training für die kurzen Strecken viel weniger qualvoll und frustrierend. Den einen oder anderen Marathon werde ich vielleicht auch in Zukunft noch mitnehmen, aber dann eher als touristische Veranstaltung ohne ehrgeiziges Zeitziel. Jetzt erst einmal etwas regenerieren und dann mal sehen, ob es auf den 10-km-Volksläufen im Herbst und Winter wieder besser läuft...
Diskussion:(drslv-Message-ID zuordnen: Login und [Edit])

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