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DRSL-Rennberichte

Bericht

Name des Laufes:Hamburger Betriebssportmeisterschaften
mehr zum Lauf: VID681
Datum des Laufes:14.8.2004 (Sat)
Ort:Hamburg
Plz:D2
Homepage:http://www.bsv-hamburg.de
Strecken:5000m
Beschaffenheit:gute Tartanbahn
Profil:eben
Wetter:sonnig, warm
Teilnehmer:~12 Läufer
Name des Berichtenden:(nur für eingeloggte Nutzer sichtbar)
(Autor-LID zuordnen: Login und [Edit])

Bericht vom 15.8.2004 (Sun)
Dieser Lauf sollte nach den schwachen 22:08 aus Barsbüttel über 5k Straße mein zweiter Versuch werden, eine gute 5000m-Zeit zu erlaufen. Zwecks Qualifikation hatte ich bereits im Juli an meinem ersten Bahnwettkampf über 3000m teilgenommen und dabei Blut geleckt. Die Nervosität war auch dieses Mal vorhanden, allerdings weit weniger schlimm, da ich nun wußte, daß die Atmosphäre bei den BSV-Bahnwettkämpfen ähnlich familiär ist wie im Winter im Wald. :-)

Nach meinem Eintreffen stelle ich entzückt fest, daß das mit der Meldung geklappt hat. Neben mir war ein weiterer Läufer aus meiner BSG gemeldet, dieser erschien jedoch nicht. In der verbleibenden guten Stunde sehe ich wie gehabt den übrigen Wettkämpfen zu. Die 200m der Herren beeindrucken mich ganz schön. Die jüngeren sind ganz schön flott, und die älteren beeindrucken durch ihren offensichtlich vorhandenen Kampfgeist. Desweiteren werde ich dann doch allmählich nervös. Die Läufe werden nach Altersklassen getrennt durchgeführt, ich soll in dem Lauf M bis M45 laufen was für mich gute Chancen bedeutete, daß ich letzter werden könnte. Im vergangenen Jahr waren lediglich die drei Läufer der AK M langsamer gewesen als meine Zielzeit, in diesem Jahr ist lediglich ein M-Läufer gemeldet. Wenn dieser jetzt die Verbissenheit, die wir älteren Herren an den Tag legen mit einer guten Grundschnelligkeit ausgleichen kann und schneller ist als ich, werde ich wohl letzter. Na egal, vielleicht fällt's ja nicht so auf.

Ich beginne etwa 20 Minuten vor dem Start, mich einzulaufen und erfahre bald, daß mein Start sich wohl etwas verschiebt. Aus irgendeinem Grund frage ich mich plötzlich, ob zwei oder drei weitere M30er gemeldet sind, ein Blick auf die Startliste und siehe da, es sind nur zwei. Dies bedeutet, daß einfaches Durchhalten mir eine Medaille sichert, sofern es keine Zusammenlegung der AK oder Nachmelder gibt. Das fehlt mir noch, schlechte Zeit und Bronze, auf der anderen Seite, witzig wärs schon. Ich mache mich weiter warm und erfahre, daß der Staffelstart (Grund für meinen verspäteten Start) sich weiter verschiebt. Ausnahmsweise, so heißt es, liesse man eine gemischte Staffel (bestehend aus Startern verschiedener BSG'en) starten, obwohl normalerweise bei den Meisterschaften keine Nachmeldungen zugelassen seien. Also bliebe nur die Zusammenlegung mit einer anderen AK, die mich vor der Medaille bewahrt.

Die Zeit bis zum Start zieht sich noch etwas, ich muss wiederholt Wasser wegbringen, was mich etwas beunruhigt: als ich meinen Schattenplatz auf der Tribüne verließ musste ich nämlich feststellen, daß es doch noch ganz schön warm war, zudem hatte ich den Tag über wenig getrunken.

Endlich werden wir zum Start gebeten. Das letzte was ich auf dem Weg noch sehe ist der Schlußspurt der 4x100m Läufer, was mich ganz schön beeindruckt. Diese Tiere! ;-) Wir sind dann etwa zwölf Läufer, die sich fast alle im Schatten der Stabhochsprungmatte hinsetzen. Der Starter, diesmal mit hochoffiziell aussehendem DLV-Schild am Revers und Pistole am Hosenbund sieht uns daher nicht und ist etwas irritiert: ?Wo sind sie denn alle?? :-) Wie beim letzten Mal ruft er uns einzeln auf und hakt die Namen auf der Liste ab. Ich sehe mich nach Läufern um die langsamer aussehen als ich, und habe so ein bis zwei im Verdacht. Dann bekommen wir, anders als beim letzten Mal, wo wir uns selbst nach Schnauze aufstellen durften, unsere Startplätze zugewiesen. Der MHK-Läufer ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor Ort (er kommt etwas später und darf nach Zurechtweisung durch den Offiziellen dann doch noch starten) also bekomme ich, da Läufer der jüngsten AK und dort erster im Alfabet, Platz 1 zugewiesen. Hmm.

Dann der Start, erster Versuch. Klick. Nur Klick, kein Peng. Der Starter entschuldigt sich und lädt nach. Als der Schuß dann doch fällt hoffe ich, die sofort an mir vorbeischießenden Läufer möglichst wenig zu behindern. Ich denke, das ist mir gelungen. Der Verlauf des Rennens ist schnell erzählt: die gute Startposition hat sich leider doch als Fluch erwiesen. Bald nach dem Start bin ich Teil einer Vierergruppe (an Position 3) und wir laufen 90er Runden. Vier davon kann ich mitgehen und breche dann ein. Ich lasse abreissen, laufe noch eine 95er Runde (eigentliches Solltempo) und krieche dann auf dem Zahnfleisch ins Ziel. Nach der 95er Runde überholt mich dann auch der vierte Läufer unserer Gruppe. Es war einer derjenigen, die ich als möglicherweise langsamer als ich eingestuft hatte. Ein Versuch etwas zu trinken schlägt ebenfalls fehl und tut mir alles andere als gut.

Ich versuche, den Gedanken an mein erstes DNF zu verdrängen und laufe inzwischen Runden jenseits der 100 Sekunden. Das überrundetwerden setzt relativ spät ein, trotzdem bin ich mir bis zu meiner letzten Runde nicht sicher, ob ich letzter bin. Nachdem ich in die letzte Runde bin, schaue ich mich um und stelle entzückt fest, daß tatsächlich noch Läufer hinter mir sind. Ich bin schon lange platt, aber ein wenig Motivation ziehe ich doch daraus, wenigstens mein Tempo zu halten. Zulegen kann ich nicht mehr. Ich halte es tatsächlich für möglich, daß ich nach dem Zieleinlauf erbrechen muss. Auf der Gegengeraden bimmelt mein Zielzeitalarm ? jetzt, 20' nach dem Start, wollte ich eigentlich fertig sein. Mift, das ging ja heute total daneben. Als auf der Geraden vor der Haupttribüne jedoch die große Uhr ins Blickfeld rückt, bin ich um so überraschter, daß eine 20'er-Zeit immer noch möglich ist. Daraus ziehe ich noch etwas Motivation und finishe nach 20:36. Im Endeffekt doch gar nicht so schlecht und im Bereich des laut des drsl-Rechners möglichen, aber bei folgendem Rennverlauf wäre mit klügerer Einteilung doch mehr dringewesen:

1:30, 1:31, 1:30, 1:31, 1:35, 1:38, 1:42, 1:44, 1:47, 1:46, 1:45, 1:44, 0:47.

Egal, die brauchbare Zielzeit entschädigt etwas den katastrophalen Verlauf. Außerdem habe ich im September nochmal Gelegenheit, mich beim Bahnabschlußsportfest des BSV an den 19:xx zu versuchen.

Ich brauche dann ein paar Minuten, die ich abwechselnd in der Hocke und auf dem Rasen liegend verbringe, bis ich mit dem Auslaufen beginnen kann. Gerade greife ich den Gedanken von vor dem Rennen, ob die AK zusammengefaßt werden wieder auf, als ich zur Siegerehrung aufgerufen werde. :-) Der MHK-Läufer ist überrascht, einziger Teilnehmer seiner AK zu sein und darf sich nun mit einer Zeit, die sogar etwas langsamer war als meine (20:42 iirc) Hamburger Meister nennen. Später finde ich mich dann selber auf dem Treppchen wieder (da stand wirklich so'n Dingen!) und nehme etwas verschämt meine Medaille entgegen ? der Sieger ist eine 17er Zeit gelaufen und spielt somit mindestens zwei Klassen höher als ich und auch der zweite mit einer iirc 19er Zeit spielt eigentlich (noch!) nicht in meiner Liga. Aber egal, auch wenn es eher durch einen Zufall zustandegekommen ist, ist dieses Erlebnis doch der bisherige Höhepunkt meiner Läufer?karriere?.

Ist mal wieder etwas länglich geworden. Danke für's durchhalten.

Diskussion:(drslv-Message-ID zuordnen: Login und [Edit])

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