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DRSL-Rennberichte

Bericht

Name des Laufes:Wings for Life World Run
mehr zum Lauf: VID22672
Datum des Laufes:7.5.2017 (Sun)
Ort:München
Plz:D8
Homepage:http://www.wingsforlifeworldrun.com/de/de/
Strecken:Beliebig
Beschaffenheit:95% Asphalt, 5% Forstwege
Profil:Flach
Wetter:11°, Regen, Westwind
Teilnehmer:8600 in München
Name des Berichtenden:Saboger LID104
Gernot aus

Bericht vom 11.5.2017 (Thu)
Auf den Lauf bin ich eher zufällig aufmerksam geworden: Während eines langen Trainingslaufes im Februar kam ich an einer Plakatwand vorbei, auf dem der Wings for Life World Run beworben wurde. Da mein Fitnesszustand derzeit recht gut ist, habe ich mich kurz informiert, fand die Idee toll, und habe mich angemeldet. Mein Ziel war, die Halbmarathondistanz zu schaffen, bevor das Auto mich einholt, also in 1:52 oder schneller. So der Plan.

[Vortag]
Am Samstag schien die Sonne, ich drehte vormittags eine gemütliche Fahrtspielrunde und setzte mich dann aufs Fahrrad, um die Startunterlagen abzuholen und die Startörtlichkeiten am Olympiastadion genauer zu inspizieren.

[Renntag]
Der Sonntag/Renntag startete mit einem ausgiebigen Frühstück, denn der Start war erst um 13 Uhr. Während draußen Regen und Wind die Vorfreude trübten, verbrachte ich einen gemütlichen Vormittag, sortierte mein Rennzeug, überlegte die Kleidungswahl und dachte über die Zeitplanung nach. Gegen 11 Uhr machte ich mich dann auf den Weg. Die Parkharfe war schon gut gefüllt, aber ein Parkplatz dennoch schnell gefunden. Ich gab ein kleines Sackerl mit Wärmeschutz an der Gepäckabgabe ab und begab mich dann bei Nieselregen auf eine Aufwärmrunde durch den Olympiapark. Dehnne, Hopserlauf, Seitwärtslauf, Rückwärtslauf, Steigerungen, Kurzsprints. Dann war mir nach knapp 3km warm - und die Zeit gut überbrückt. Noch 10min bis zum Start. Perfekt. Ich reihte mich in dem mir zugeweisenen Startblock 2 ein und ärgerte mich über die, die in Block 3 oder 4 starten sollten, aber übers Geländer in Block 2 kamen. Nun ja.
Nach etwas von der Tribüne aus angeleitetem Rumgehüpfe kam der Startschuß von ein paar Böllerschützen und für mich ging es ca. zweieinhalb Minuten später los. Dachte ich, denn kurz nach dem Start kam ein "Trichter", der die Wegbreite von ca. 15 Läufern nebeneinander beim Start auf 3 Läufer nebeneinander reduzierte. So ging es von kurzem Laufen gleich wieder in Stehen und Gehen über. Der erste Kilometer war schrecklich - viel zu enge Wege, dazu noch mit Gittern abgesperrt. Daher war es mit Abstand der langsamste erste Kilometer den ich je bei einem Wettkampf hatte - fast 7min brauchte ich für km1, und damit hatte ich nach dem ersten Kilometer schon viereinhalb Minuten zum Verfolgerauto eingebüßt.
Endlich wurden die Wege breiter, das Laufen leichter. Bis zur Gegend um den Umschlagbahnhof West - da wurde es wieder eng, und zu allem Überfluss matschig-weich, wenn man im Gras neben dem Weg überholen wollte. Das kostete Kraft und Tempo. Kurz vor Karlsfeld schloss sich den Läufern eine Herde aus Schafen, Ziegen, Eseln und einer Kuh an. Die Lämmer spnagen recht irritiert zwischen den Läufern hin und her, während die Muttertiere in einer Mischung aus Verzweiflung und Angst laut blökend ihre Jungen suchten. Auf einer Strecke von ca. 5km war die Herde unser Begleiter, bis hinter die letzten Häuser von Allach/Karlsfeld, vor denen imme rwieder Zuschauer applaudierten und uns anfeuerten. Dann ging es vorbei an km10, der Regen wurde stärker, der Wind auf den offenen Feldern deutlich spürbarer. Bei km15 genehmigte ich mir einen Becher Wasser zu meinem Gel und spielte ein wenig mit dem Gedanken, einfach das Tempo rauszunehmen und auf das Verfolgerauto zu warten. Irgendwie lief ich aber doch weiter, denn die anderen um mich herum taten es ja auch. Sehr nett fand ich bei ca. km18 ein aufgwecktes Mädchen, das die Namen auf den Startnummern ablas und jeden Läufer mit Namen anfeuerte. Sowas macht einfach Laune :)
Bei km19 kamen die ersten Motorräder und kündigten das Auto an. Hmm, das war nicht so, wie ich gedacht hatte, irgendwie war das Auto aus meiner Sicht zu früh dran. Ich wollte ja eigentlich die Halbmarathondistanz schaffen. Aber das Auto fährt wohl wirklich 30min nach dem Startschuß los (und nicht, wenn die letzten Läufer über die Startlinie sind). Nach offziell 20,37km (und ca. 1:48 - ich habe erst später auf Stopp gedrückt) wurde ich überholt und damit war der Lauf für mich vorbei.

Praktischer Weise war bei km 20,2 ein Versorgungsstand, so daß ich mich erstemal mit Flüssigkeit und Riegeln versorgte und dann zm Shuttlebus marschierte, die ich 800m weiter sehen konnte. Auf dem Weg kamen andere Läufer entgegen, die uns informierten, daß die Busse voll seien und wir an der Verpflegungsstation abgeholt werden würden. Also lief ich zurück, wo man uns sagte, daß die Busse doch beim km21 starten. Der Läufertrupp marschietre also wieder zu km21, wo uns wieder gesagtw urde, daß die Busse bei km20,2 starten. Also retour - unterwegs wurden Rettungsdecken, Getränke und Riegel aus einem Auto verteilt. Decken gab es aber nicht genug. Welch Glück, daß ich eine Spur zu warm angezogen war. Zurück an der Versorgungsstation waren dann auch reichlich Busse da, und nach kurzer Wartezeit ging es zurück ins Olympiastadion, durch große Marathontor und die Stufen hinauf, wo einige Zuschauer applaudierten. Da war dann der Ungemach beim Rücktransfer von vorher schnell vergessen. Ich meine warme Kleidung ab, versorgte mich noch mit Bier, Wasser und Riegeln und mahcte mich dann auf den Weg nach Hause.

[Fazit]
Bei einem Charity-Lauf sollte dem Hobbyläufer der Ehrgeiz nicht so wichtig sein, und wenn etwas mal nicht ganz rund läuft - egal (auch wenn der "Trichter", die Schafe und der Rücktransport suboptimal waren). Im Nachhinein war es ein toller Lauf, ein klein wenig gegen den wetterbedingten Schweinehund gekämpft zu haben war auch ein gutes Gefühl. Aber mit dem Startgeld etwas für die getan zu haben, die nicht laufen können, ist die Teilnahme an diesem Lauf allemal Wert. Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder dabei, wenn es zeitlich paßt.
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