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DRSL-Rennberichte

Bericht

Name des Laufes:6. Ford Köln Marathon
mehr zum Lauf: VID15
Datum des Laufes:6.10.2002 (Sun)
Ort:Köln
Plz:D5
Homepage:www.koeln-marathon.de
Strecken:MA
Beschaffenheit:Asphalt plus zwei mal 100m Kopfsteinpflaster
Profil:flach
Wetter:14° C, bedeckt, am Start Nieselregen, windig,
Teilnehmer:17000
Name des Berichtenden:(nur für eingeloggte Nutzer sichtbar)
(Autor-LID zuordnen: Login und [Edit])

Bericht vom 7.10.2002 (Mon)
Vorbereitung:
Obwohl ich im April beim Bonn Marathon (3:40)sehr gelitten habe, war klar, dass ich im Herbst wieder einen Marathon laufen werde. Allerdings habe ich mir vorgenommen endlich mal einen Marathon zu laufen, bei dem ich die ganze Strecke genießen kann. Das heißt bei mir vor allem nicht so schnell angehen und nach hinten raus nicht abbauen.

Nach den tollen Erfahrungen 2001 in Köln war auch dieses Jahr dieser Marathon erste Wahl. Nun hatte ich aber erfahren, dass es bei meinen Eltern vor der Haustür auch noch ein Marathon statt finden wird. So habe ich mich entschlossen im Oktober locker Köln zu laufen, um dann im November in Düsseldorf eventuell etwas zügiger zu laufen.

Ich begann also nach längerer Regeneration meine Vorbereitung für Köln. Zu meinem Glück gesellte sich noch mein Freund Roland zu mir und wir hatten viel Spaß bei unseren gemeinsamen Einheiten. Für ihn war Köln sein erster Versuch. Dass passte natürlich zu meinen nicht so ehrgeizigen Ambitionen. Wir hatten uns daher die vier Stunden Marke als grobes Ziel gesetzt, obwohl wir wussten, dass unser Training mehr erlaubt hätte. Wir wollten einfach durchkommen. Zu zweit haben wir uns immer wieder motivieren können, so dass ich wesentlich besser vorbereitet war als in Köln 2001 und Bonn 2002.

Der große Tag:
Wir hatten uns um 9:30 Uhr in Deutz verabredet und auch tatsächlich gefunden. Erst einmal haben wir uns ein bisschen umgeschaut und dann am Rhein entlang eingelaufen. Die Stimmung war gelöst und gut. Auch wenn das Wetter uns noch Sorgen bereitete. Auf dem Hinweg hatten wir beide schon die Sonne gesehen. Vor allem Roland berichtete von blauem Himmel in Aachen. In Köln nieselte es aber immer wieder. Der auffrischende Wind machte die Sache dann erst recht unangenehm, aber wir waren optimistisch.
Gegen 11:00 Uhr verabschiedeteten wir uns von meiner Freundin Sonja und ihrer Freundin Heike. Sie wollten uns an verschiedenen Punkten der Strecke anfeuern. Rolands Bruder war mit Gefolge nicht am Start, wollte aber auch an der Strecke sein. Wir gingen also in unseren Startblock und fieberten dem Start entgegen.
Mit lauter Musik und Interviews mit der lokalen Prominenz wurden wir bei Laune gehalten. Denn jetzt wurde es wieder sehr windig und der Regen stärker. Die 25 Minuten im Startblock waren recht feucht. Zum Glück hörte es auf als der Startschuss viel und es sollte nicht wieder anfangen.
Und dann ging es los. Natürlich erst mal für die Profis und die erste Gruppe. Danach wurde drei Minuten gewartet. Dann war der Schülermarathon (Staffel) dran. Wieder erst drei Minuten später war unsere Gruppe dran. Dieses System war nötig, da zwischen Kilometer drei und vier durch eine Baustelle nur eine Fahrbahn zum Laufen frei war. Bei uns kam es hier auch zu keinen Staus. Wir waren so also etwa 14 Minuten nach dem Startschuss über die Linie. Wir liefen im Pulk mit und überholten vereinzelt ein paar langsame Läufer. Nach exakt fünf Minuten passierten wir Kilometer eins. Ziemlich schnell aber Panik war nicht angesagt. Wir liefen so weiter und wollten nicht mehr so viel überholen, da dass doch zum schnellen Laufen verleitet. Kilometer zwei war wieder genauso schnell. Danach pendelten wir uns bei 5:06 ein und waren uns einig, dass langsamer irgendwie nicht möglich war. Wir ließen es also laufen und waren begeistert von den vielen Leuten an der Straßenseite, die (uns) so richtig feierten. Der Kilometer vier läuft parallel zu Kilometer elf. Es war ein beeindruckendes Bild wie die Spitzengruppe an uns vorbeiflog. Bei Kilometer sieben sahen wir Sonja und Heike zum ersten Mal an der Strecke. Am Start hatten sie uns verpasst. Bei Kilometer zwölf waren sie wieder da und auch Rolands Bruder stand wie verabredet in einer Kurve. Unsere Zeiten waren weiterhin etwas zu schell, aber es lief wirklich gut. Bei Kilometer 16 und 21 sahen wir etwas überrascht Sonja und Heike freundlich winkend wieder. Sie müssen geflogen sein. Aber in Köln ist dies durch das sternförmige Profil durchaus möglich. Beim Halbmarathon sind wir mit 1:47:02 durchgelaufen. Das war schnell, aber immer noch fühlten wir uns klasse. Nach dem HM haben wir Sonja und Heike nicht mehr wieder gesehen. Sie waren zwar bis Nippes rausgefahren, hatten uns da aber verpasst, da wir halt etwas schneller unterwegs waren. Aber bei Kilometer 25 konnten wir Rolands Bruder zu winken. Er sollte auch bei Kilometer 35 noch mal stehen. Neben den tausenden Zuschauern, die in Köln nicht nur im Ziel sondern überall an der Strecke eine riesen große Party feiern, sind bekannte Gesichter eine richtig grosse Hilfe, gerade wenn es mal nicht so läuft. Ab Kilometer 30 wurde es für mich richtig interessant. Dort hatte ich letztes Jahr mein persönliches Waterloo erlebt. Es war ein gutes Gefühl dort gut gelaunt vorbeizulaufen, wo ich letztes Jahr im Graß gelegen hatte, um mir eine unfreiwillige Pause zu gönnen. Ab hier machte Roland neben mir einen nicht mehr so fitten Eindruck. Ich habe dann etwas das Tempo rausgenommen. Wir wollten unbedingt zusammen ankommen. Ab Kilometer 36 wurden wir dann auch messbar langsamer. Ich denke, dass unserer langsamster Kilometer fast sechs Minuten gedauert hat. Aber Roland ist tapfer durchgelaufen und auf der Severinsstraße hat es sogar für einen kleinen Endspurt gereicht. Wir waren im Ziel überglücklich. Vor allem als wir sahen, dass wir unser Ziel unter vier Stunden zu bleiben deutlich unterboten hatten. 3:41:13 als Marathonpremiere ist schon aller Ehren wert!
Im Ziel wurde es durch den kühlen Wind relativ schnell sehr kalt. So dass wir die wie immer guten Verpflegungsstände schnell hinter uns ließen, um unsere Klamotten zu holen. Am Ausgang kam es dann leider zu einem ziemlichen Stau, da tausende vor diesem warteten, um ihre Lieben abzuholen. Das verstopfte unnötig den Ausgang. Da sollte jeder noch mal genauer nachdenken. Aber das ist wahrscheinlich nicht nur in Köln jedes Jahr wieder das selbe Problem. Wir haben unsere Begleitung am Ende der Schlange etwas Abseits in die arme genommen. Nochmal vielen vielen Dank auch von dieser Stelle.

Fazit:
Köln war wieder eine Reise wert. Die Zuschauer (700.000) waren wirklich eine Wucht. Es gibt keine Punkt ohne Zuschauer und auch außerhalb gibt es Stellen, wo man in mehreren Reihen steht. Super Stimmung nicht nur am Ziel. Wir haben unser Ziel mehr als erreicht, auch wenn Roland ziemlich fertig war. Ich hoffe, dass da noch mehr Marathons folgen werden. Im November werde ich verständlicherweise alleine an den Start gehen. Ich fühle mich heute (Mo) gut und freue mich schon:-)

Diskussion:(drslv-Message-ID zuordnen: Login und [Edit])

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