74km Geschichte entlang von Naab und Vils
Durch die Oberpfalz
Es liefen: Sandra-Manuela-Petra-Bernhard-Dieter-Irene-Martina-Jürgen-Anne-Monika-Monika-Monika- Gotti-Ernst-Betty-Toni-Tom-Mane-Heidi-Ursula-Kurt

Bild 1 An der Naab
Regensburg ist umgeben von einer ganzen Reihe malerischer Flußtäler. Ob Regen, Laaber, Otterbach, Naab oder Vils, allesamt bilden sie romantische Landschaften die zum Wandern, Radfahren oder auch zum Laufen einladen.
Entlang der Naab und später Vils sollte unsere letzte große Tour führen. Durch Orte mit großer Geschichte. Von Kallmünz das von den beiden Flüssen an einen Fels gedrückt wird nach Amberg, der alten Hauptstadt der Oberpfalz mit ihrer vollständig erhaltenen Stadtmauer, durch das “Ruhrgebiet des Mittelalters nach Sulzbach. Auch hier bilden die Flüsse eine historische Handelsroute auf der Eisenwaren nach Regensburg, und Salz zurück in die nördliche Oberpfalz geschafft wurde.
Zum Lauf
9:00, blauer Himmel, im wohlbekannten Revier stehen die Frühaufsteher bereit. manuela, Sandra, Bernhard und Petra haben die Ehre Wilma ein letztes kurzes Stück die Donau hinauf zur Naabmündung zu tragen.
Von Norden kommend fließt sie ruhig wie ein Spiegel zwischen bewaldeten immer wieder von Kalkfelsen durchzogenen Hängen der Donau entgegen. Bis Distelhausen führt die erste Teilstrecke. Dort eine Übergabe an gleich acht Läufer Innen die sich auf machten. Teils auf schattigen Radwegen, teils auf einsamen Straßen geht es vorbei an Gasthöfen, durch Dörfer mit Namen wie Duggendorf, Heitzenhofen, Krachenhausen. Bayern rustikal!
Bis mit Kallmünz der erste Höhepunkt des Tages erreicht ist.

Bild 2 Kallmünz
Kallmünz
Zwischen den Flüssen Naab und Vils um einen Felsvorsprung gedrängt bietet es ein ausnehmend schönes Bild geprägt von Cafes, kleinen Galerien und Wirtshäusern.
Auf dem Fels thront eine Burgruine deren Mauern achthundert Jahre alt sind. Besiedelt ist dieser Raum schon viertausend Jahre. Dieses pittoreske Dorf zog zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts mehr und mehr Künstler an die in einem Gasthaus mit Namen “ rote Amsel” lebten. Der bekannteste unter ihnen, Wassily Kandinsky. Hier verlobte er sich mit der Malerin Gabriele Münter. Noch leben rund zwanzig Künstler hier.
Kallmünz, das Barbizon der Oberpfalz !
Die Läufer kommen zufallig an einer Hochzeit vorbei. Ob sie in sieben Jahren noch wissen wieso auf den Bildern eine Katze in der Hand der Braut war?
Weiter gehts mit Gotti und Ernst, beide Wiederholungstäter. Von Ernst sind viele Fotos. Seine Augen finden die Motive scheinbar mühelos. Sie verlassen die Naab und folgen der Vils Richtung Norden.
Die erste Strecke nach Emhof ist schnell geschafft. Hier warten Betty und Toni unter einem Baum Schatten suchend. Es ist warm geworden. Und wieder hat Gotti noch nicht genug. Nach kurzer Rast macht er sich mit den zwei auf ins 16km entfernte Wolfsbach. Aber er ist heute nicht der einzige der mehr will !
Der Weg verläuft nicht mehr immer am Ufer der Vils, sondern besteht aus einer stillgelegten Bahnlinie. Das macht ihn zwar angenehm flach aber auch langgezogen ohne Ecken ,ohne Kanten.

Bild 3 An der Vils
Es geht durch Felder und Weiden, durch Schmidmühlen und Vilshofen, die zunehmende Wärme macht mehr und mehr zu schaffen. Inzwischen hat sich eine Verspätung von einer halben Stunde aufsummiert.
In Wolfsbach werden die drei schon mit Spannung von Mane und Tom erwartet. Mane den es nicht mehr hält läuft ihnen ein Stück endgegen.Doch kurz darauf sind alle am Wechselpunkt und man hat Zeit bei einem Schluck Bier über gemeinsame Lauferlebnisse zu plaudern. Aber es muß weitergehen. Tom und Mane auf nach Amberg. Toni und Betty zurück zum Auto in Emhof. In Amberg werden wir sie ebenso wie Ernst wiedertreffen.
In Amberg das Große Treffen, Heidi, Ursula, Kurt und Ernst empfangen Tom und Mane. Gotti, Toni, Betty stoßen dazu. Tom der Amberger begleitet die Gruppe noch und führt sie zu den markanten Plätzen dieser herrlichen Stadt.

Bild 4 In Amberg
Amberg
Eine kompakte, enge Altstadt umgibt eine vollständig erhaltene Wehrmauer ursprünglich mit 100 Türmen bestetzt. Im inneren der Mauern schmale Gassen, mittelalterliche Häuser und mittendurch die Vils.
An manchen Stellen stehen Häuser, so auch die gotische Kirche, direkt am Wasser . Ein kleines Stück Venedig. Die Stadt ist in einem Zustand erhalten wie es in Deutschland nur wenige gibt.
Amberg eine wohlhabende, eine bedeutende Stadt. Im Mittelalter Reich geworden durch das Eisen, das als Erz abgebaut wurde im ” Ruhrgebiet des Mittelalters” der Oberpfalz. Jarhunderte lang Hauptstadt derselben und Kulturelles Zentrum.
Erst 1810 als Napoleon Regensburg den Bayern schenkte, wurde Amberg von der Stadt an der Donau abgelöst.
Wer in die Oberpfalz kommt muß Amberg gesehen haben.
Nun verlassen Wilma und ihre Begleiter weitgehend den Fluß und es geht über Land nach Sulzbach. Aber nicht ohne unterwegs noch die aufzunehmen die nicht genug haben vom Laufen. So kommt es in Poppenricht zu einer letzten unvorhergesehenen Rast, noch ein Schluck, noch ein Späßchen und dann gemeinsam ans Ziel.

Finale in Sulzbach-Rosenberg
Sulzbach-Rosenberg
Eine 1200 Jahre alte Kleinstadt dominiert von einer mächtigen Schlossanlage an deren Fuß sich die Straßen und Plätze erstrecken. Keine Stadt der Oberpfalz ist so verbunden mit dem Bergbau und der Eisenherstellung.
20 Jahre kämpften die Arbeiter der Maxhütte um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, am Ende ohne Erfolg.
Als 2002 mit der Maxhütte der letzte Hochofen in Bayern erlosch endete eine ganze Industrieära mit jahrhunderte alter Tradition. Die Schließung der Maxhütte in der bis zu 9000 Menschen Arbeit fanden war eine Katastrophe.
Ja und dann war es soweit: Silke und Christof warteten geduldig auf uns und die letzte Übergabe war gemacht.
Nach 333km durch drei Regierungsbezirke , entlang von vier Flüssen, gelaufen von 40 Läuferinnen und Läufer
heißt es Abschied nehmen.
Jochen-Dieter-Sylvia-Karl-Frédéric-Christian-Claudia-Thomas- Gottfried-Ursula-Gerda-Hans-Christine-Maria-Toni-UrsulaB.-PetraJ.-Willi-Silvia-Ricarda-Ernst-Manuela-Sandra-Anne-MonikaZ.-Lore-Melanie-Petra-Bernhard-Irene-Jürgen-MonikaP.-MonikaR.-Betty-Tom-Mane-Heidi-Kurt-Martina-Richard
sagen Servus WILMA mögest du noch viele Km durch Deutschland laufen in schönen Landschaften und mit netten Menschen.
Die nächste Zeit in Franken wird es dir nicht schlecht ergehen, denn da versteht man auch zu Leben .
Bilder von Toni,Tom,Ernst, Jürgen und dem Dicken